Land Vorarlberg
Aktuell

100 Jahre Wilhelm Fritz


Datum

15. April 2018 - 30. November 2018

Ort

Riezlern, Walserstraße 63, Sternpassage

Museum

Walsermuseum Riezlern

Information

 

Wilhelm Fritz (16.04. 1918 – 22.02.1995)
Der Name – eine Legende schon zu Lebzeiten: Wilhelm Fritz, Komponist, Liedtexter, Musiker, Buchautor,  Schulleiter, Kulturmacher, Brauchtumsforscher, ein Walser Urgestein im allerbesten Sinne. Wilhelm Fritz wuchs als jüngstes Kind einer musikalischen Bergbauernfamilie in Mittelberg auf. Sein Vater spielte Geige und gründete mit seinen Kindern ein hauseigenes Streichquartett, in dem Wilhelm die Bratsche übernahm. So lernte er schon relativ früh Werke von Haydn und Schubert kennen.

 

Mit dem Kirchenchor Mittelberg stellte sich Wilhelm Fritz besondere Aufgaben. Die Kleine Orgelsolomesse von Haydn und die Schubertmesse in G-Dur gehörten zum Standardrepertoire und 1951 wagte er sich an Mozarts Krönungsmesse – das Orchester holte er sich von Oberstdorf. 1973 führte er mit den vereinigten Kirchenchören des Tals Haydns Paukenmesse auf. Das Orchester, bestehend aus ehemaligen Kriegskameraden, reiste aus Wels an.

 

Bald wurden im Tourismusort Mittelberg auch wieder die traditionellen Heimatabende aufgenommen. Wilhelm Fritz als Volksschuldirektor, Organist, Kirchenchorleiter und Leiter der Trachtengruppe Mittelberg bemängelte das Fehlen von „eigenen“ Liedern und begann, inspiriert von DichterInnen wie Ildefons Flatz, Margret Riezler und Haberilla Linder, selbst zu komponieren. Im Laufe der Zeit entstanden zuerst Lieder in der Hochsprache, dann etwa 200 Mundartlieder. Die Grundlage bildeten vor allem Gedichte aus dem Tal, dem Allgäu und dem Bregenzerwald. Erwähnenswert sind auch die in den 1970er Jahren entstandenen Mundartmessen wie die „Schwäbische Singmesse“, die „Allgäuer Mundartmesse“, die „Lustenauer Messe“ , die „Theodulmesse“ oder die „Walser Kindermesse“.

 

Die zahlreichen Vertonungen von Mundarttexten wurden 1992 im Singbuch „Liederbogen von Wilhelm Fritz“ zusammengefasst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Viele davon sind Volkslieder geworden und seine fünf Mundartmessen für Männerchor, Frauendreigesang und gemischten Chor erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.

 

Anlässlich seines 100. Geburtstages (geb. am 16. April 1918) erinnert eine Ausstellung an das Leben und Wirken dieser schillernden und vielschichtigen Persönlichkeit aus dem Kleinwalsertal.


Weitere Informationen

https://museumguckloch.wordpress.com/blog/
100 Jahre Wilhelm Fritz
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