Vorarlberg Museen
Aktuell

blütezeit - malerisch in die Welt der Pflanzen eintauchen
Datum
11. Dezember 2011 - 19. April 2012Ort
LechMuseum
Museum Huber-HusInformation
Eine Ausstellung der „unartigen Bäuerinnen und Lecherinnen“
Öffnungszeiten
Dienstag, Donnerstag und Sonntag, jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr.
Führungen für Gruppen und Schulklassen auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Voranmeldung jederzeit möglich!
Wer sind die „unARTigen Bäuerinnen“?
2008 entstand die Idee das Projekt "unARTige Bäuerinnen" in Vorarlberg zu gründen. Unter der Leitung von Sabine Lingehöle-Rainer erarbeiten deren Mitglieder gemeinsam Kunstprojekte. Der Name „unARTige Bäuerinnen“ ist ganz klar programmatisch gemeint, dieses Projekt soll Klischees widersprechen und ein anderes Bild der Bäuerin zeigen.
Nach den Ausstellungen „Der Raub der Europa“ 2009 in Krumbach und „Viecherei“ 2010 in Hittisau realisierten die „unARTigen Bäuerinnen“ 2011 gemeinsam mit künstlerisch interessierten Lecherinnen die Ausstellung „blüteZeit“ im Museum Huber-Hus in Lech.
Angela Amann, Karin Böhler, Angela Brenner, Aurelia Felder, Christa Fuchs, Martha Hämmerle, Barbara Jochum, Bettina König, Christl Kurzemann,
Sibylle Metzler, Dagmar Nagel, Martha Niederacher, Cornelia Rhomberg,
Angelika Stark, Doris Walch, Maria Walch, Rita Wohlgenannt und Doris Wolf
Die Ausstellung
Pflanzen können heilend, giftig, duftend, übel riechend, schön, auffallend, unscheinbar, fleischfressend, zart, robust, stachelig, anspruchsvoll, dominant, stark, wuchernd, schnell/langsam wachsend, erotisch oder auch symbolträchtig sein.
Die Aufzählung von Eigenschaften macht bewusst, wie vielfältig Pflanzen sind.
Der Mensch nützt sie in unterschiedlicher Art und Weise, etwa für sein sinnliches Erleben, für religiöse und kultische Rituale, als Arznei-, Gewürz- und/oder Nahrungsmittel.
Für die „UnArtigen Bäuerinnen und Lecherinnen“, die die Natur tagtäglich hautnah erleben, stellen Pflanzen ein naheliegendes Thema dar. Die künstlerischen Arbeiten fragen nach den Beziehungen zwischen Pflanzen und Menschen, nach Symbolik der Pflanzenwelt oder betrachten Pflanzen als Teil von Traditionen in einem anderen Blickwinkel.
Rote Nelken – ein Abschiedsgruß an die Alpzeit
Im Herbst, wenn die Älpler mit ihrem Vieh wieder ins Tal ziehen, schmücken sie ihre Hüte mit roten Nelken und Rosmarin – die Majen. Wenn während der Alpzeit ein Mensch oder ein Tier verunglückt, dann ziehen die Hirten und ihre Herde ungeschmückt zu Tal oder binden eine schwarze Schleife an den Hirtenhut. In manchen Talschaften ist es auch der Brauch, dass der Meisterhirte für jedes verunglückte Tier eine rote Nelke an seinem Hut zu Tal trägt.
Christl Kurzemann, Braz
Museum Huber-Hus
Schon im Jahr 1857 findet sich in der Aufnahme des Franziszeischen Katasters ein kleiner Garten beim Haus Nr. 26, dem heutigen Museum Huber-Hus. Anzunehmen ist, dass in diesem Garten jedoch schon seit weit mehr als 150 Jahren Gemüse und Kräuter für den Eigenbedarf angepflanzt wurden. In bester Südlage eingerichtet werden hier auch heute noch dem Lecher Klima entsprechend Salate, Gemüse und verschiedene Kräuter angepflanzt. Auch der Türkenbund, eine seltene und geschützte Lilienart, erblüht jeden August im Museumsgarten.
Wenn der Museumsgarten im Winter 2011/12 erneut unter der Schneedecke verschwindet, erblühen die Pflanzen in einer Sonderausstellung im Obergeschoss des Museums.
Weiterführende Informationen
Museum Huber-Hus
Mag. Birgit Ortner
Tel.: 05583/2213-36
E-Mail: birgit.ortner@gemeinde.lech.at
Projektgruppe „unARTige Bäuerinnen"
Mag. Sabine Lingenhöhle-Rainer
Tel.: 05574/45516
E-Mail: sabine@lingenhoele-rainer.at
Weitere Informationen
http://www.lech.eu/gemeinde/kultursportfreizeit/museen/museum-huber-hus.html